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11.07.2014: Neues Leben in alten Mauern – Sanierung des Klausurgebäudes ist abgeschlossen

Der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Martin Gorholt, übergab heute das Klausurgebäude nach mehrjährigen Sanierungsarbeiten an die Stiftung Stift Neuzelle und den Schulträger Dr. P. Rahn & Partner. Zu Beginn des Schuljahres 2014/15 kann das Klausurgebäude wieder vollständig von den rund 500 Schülerinnen und Schülern der Oberschule und des Gymnasiums im Stift Neuzelle genutzt werden. Die Maßnahme wurde als Teilprojekt der Deutsch-polnischen Bildungsbrücke Neuzelle – Zielona Góra durchgeführt. Weitere Teilprojekte der Bildungsbrücke sind die Freiflächengestaltung und Ausstattungsverbesserung des Europäischen Gymnasiums und Lizeums in Zielona Góra sowie die Umsetzung eines grenzübergreifenden pädagogischen Konzeptes. Die Maßnahmen haben einen Gesamtumfang von rund 7,9 Mio EUR und werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen den Operationellen Programms zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit Polen (Wojewodschaft Lubuskie)-Brandenburg 2007-2013 sowie aus Mitteln des Landes Brandenburg und privaten Mitteln der Schulträger in Deutschland und Polen finanziert. Das Teilprojekt zur Sanierung des Klausurgebäudes im Rahmen der Deutsch-polnischen Bildungsbrücke hat einen Umfang von rund 7,3 Mio EUR. Die Schulen in Neuzelle verfügen jetzt über moderne Schul- und Fachräume, eine neue Schulaula sowie zeitgemäße Arbeits- und Verwaltungsbereiche. In dem als Internationale Schule anerkannten Gymnasium im Stift Neuzelle lernen derzeit 80 ausländische Schüler, davon kommen 40 Schüler aus dem polnischen Nachbarland. Rund 75 Schüler können derzeit im Internat untergebracht werden. Für den Schulstandort konnten in den vergangenen 10 Jahren bereits mehrere Baumaßnahmen umgesetzt werden. 2008 wurden das Internat auf dem Priorsberg und das Waisenhaus mit Parkplatz fertiggestellt, 2013 kamen im Kutschstallgebäude weitere Internatsplätze hinzu. Das Klausurgebäude gehört zu den ältesten Klostergebäuden aus dem 14. Jahrhundert. Seit der Klosterauflösung 1817 werden die Obergeschosse bis heute für Bildungszwecke genutzt und erfuhren nach 1892 größere Erweiterungen und Umbauten. Im Erdgeschoss befindet sich der historische Kreuzgang, der von 2000-08 saniert wurde und als Klostermuseum genutzt wird.